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Training

tgm - thomas gehrig mentoring
Veröffentlicht von in Verdeckter Arbeitsmarkt · 20 August 2019
Tags: VerdeckterArbeitsmarktBlog


Liebe Lesende

 
 
Beim Training geht es oft um etwas Know-how-Transfer und um die Verinnerlichung von einzelnen Abläufen bis hin zur Routine. In meiner Tätigkeit als Mentor treffe ich hauptsächlich die Aufgabenfelder «Interview» und «Knigge» an. Selbstverständlich gibt es viele weitere «Schlachtfelder» wo Sie und Er ins Fettnäpfchen treten kann, lassen Sie uns aber im Kontext die beiden eingangs erwähnten Positionen kurz Revue passieren.

 
 
Interviewtraining: Die meisten von uns ereilt eine gewisse Nervosität, wenn ein solches Vorhaben ansteht. Das ist ganz normal, ein Schutz, den unser Verstand bzw. Körper aufbaut und ganz tief in unserem Reptiliengehirn verankert. Das ändert jetzt aber nichts an den zittrigen Händen, Verdauungsbeschwerden, etc. Unterstützend, je nach Ausgangslage des Mentee, ist zum Beispiel die Informationsvermittlung, wie sich die Struktur eines Interviews gestaltet, welchen Sinn und Zweck die einzelnen Punkte beinhalten, wo werde ich mehr gefordert durch aufmerksames Zuhören und Abgleich mit den eigenen vorhandenen Daten, wo liegt der Ball hauptsächlich bei mir mit den «richtigen Fragen» zum passenden Zeitpunkt, wie wird ein Interview abgeschlossen, welche Verbindlichkeiten wurden vereinbart, wie bearbeite ich den Termin nach, etc. Des Weiteren geht es um die Klärung um welchen Interviewtyp es sich handelt bzw. auf welchen der Fokus aktuell zu setzen ist. Handelt es sich um ein 1:1 Interview? Wie verändert sich mein Verhalten, wenn 2 oder 3 Personen, statt einer Person gegenübersitze? Generell: Will ich ein erstes, zweites oder gar drittes Interview trainieren? Was sind die Schwerpunkte in den einzelnen Stufen, wie bereite ich mich mit Fragen und Antworten vor, etc. Wie sind die Spielregeln bei einem ersten (vorselektierenden) Telefoninterview? Was ist bei einem Interview via Skype / Teamviewer speziell zu beachten oder anders? Wie kann ich meine Persönlichkeit in den unterschiedlichen Varianten optimal präsentieren?

 
 
Knigge: Sie wissen nie, worauf das Gegenüber besonders achtet und wo allenfalls schon fast eine «Allergie» besteht. Das gilt für das ganze Leben, nicht nur im Bewerbungsprozess. An dieser Stelle drei Zitate ohne weiteren Kommentar: «Sie wirken immer, Sie können gar nicht, nicht wirken», «Jeder blamiert sich so gut er kann» und natürlich «Der erste Eindruck, der zählt, der letzte Eindruck ist, der der bleibt». Kleider sind ein Dauerbrenner in den Trainings. Aber: ER: Hawaii-Hemd, kurze Hose und Flip-Flops sind für eine Bank eher unglücklich, für eine Vorstellung im Surfer-Shop durchaus eine Überlegung wert. SIE: Tiefer Ausschnitt, Mini-Mini-Rock und High-Heels bei einer Bank geht gar nicht, als Striptease-Künstlerin möglicherweise optimal. OK, jetzt aber weiter mit etwas mehr Ernst. Viele Diskussionspunkte im Bereich «Knigge» sind flexibel gestaltbar und sollten sich nach dem Ziel orientieren bzw. sich diesem unterordnen. Dann gilt es ein ganz besonderes Augenmerkt auf die Körperhaltung zu werfen. Da gibt es natürlich etliche «No go», vergessen Sie dabei aber nicht, dass Sie auch ein ganz spezieller Typ sind und Ihre Einzigartigkeit auch Bestandteil der persönlichen Marke ist. Viele von uns werden spätestens bei den «Tischmanieren» unsicher. Was zu Hause am Küchentisch locker geht, ist im Restaurant ein absolutes Unding. Niemand von uns kann sich sicher sein, niemals zu einem Interview beim und zum Mittagessen eingeladen zu werden. Darum ist es in der Gesamt des Trainings wichtig vorzusorgen und allfällige Lücken sinnvoll aufzufüllen. Dies erfolgt mittels des schon erwähnten Know-how-Transfers und dem eigentlichen Training in einer klar definierten und gewollten Situation. Den Einstieg hierin gestalte ich meist recht «human» indem die vorgängig definierte Situation ernsthaft durchgespielt wird. Dabei übernimmt der Kunde die Rolle des Bewerbenden und ich die Rolle des Arbeitgebers. Das führt meist schon zu jeder Menge Feedback, welches in den kommenden Sequenzen umgesetzt werden kann. Oft ist es auch hilfreich die Rollen zu tauschen. Auch dieser Perspektivenwechsel führt zu neuen Erkenntnissen, welche das eigene Verhalten im Sinne der Steuerung massiv unterstützen können. Das Training kann bald einmal mit Videoaufzeichnung unterstützt werden. Sie glauben gar nicht, was diese Aufzeichnungen so alles ans Tageslicht befördern und ein noch vertieftes Feedback, sowohl für die Bewerbenden- als auch für die Arbeitgeberrolle, ermöglichen. So wird eine optimale Vorbereitung im Rahmen des Möglichen durchgeführt. Optimale Vorbereitung im Rahmen des Möglichen? Bei allen Aktivitäten handelt es sich immer «nur» um ein Training und logischerweise nicht um das «scharfe» Interview, wo es dann möglicherweise um alles oder nichts gehen kann. Hier erreichen wird eine Grenze des Machbaren, dies soll an dieser Stelle natürlich nicht verschwiegen werden.

 
 
Vielleicht erscheint Ihnen dieses Thema etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass das Bewerben im verdeckten Arbeitsmarkt kein Sprint über 100 Meter ist und eher mit einem Marathon-Lauf vergleichbar ist. Wie oft wurde schon ein 42 km-Lauf auf den letzten 5, 4, 3, 2 oder einem Kilometer entschieden? Ein einziger Zentimeter Vorsprung vor dem Zweiten reichen auch Ihnen problemlos zum Sieg! An den geringen Vorsprung wird sich später niemand mehr erinnern, an den Sieger aber schon.



 
 
 
 
Autor: Thomas Gehrig
 
tgm – thomas gehrig mentoring
 
Web: www.t-g-m.ch
 
E-Mail: thomas.gehrig@t-g-m.ch


 
 



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